Startseite E-Mail-Kontakt www.grips-service.de Bildergalerie Klick zum Vergrößern  Startseite  > 21.-25.02.2011 Trainingslager Hormersdorf 04.03.2011 Wintertrainigslager in der Jugendherberge Hormersdorf Am Montag der zweiten Woche der Winterferien begann das Trainingslager wie gewohnt in der Jugendherberge in Hormersdorf. Da parallel das Trainingslager in Italien stattfand, blieb es bei einer kleinen, aber familiären Runde mit Lisa Steinert, Lisa-Maria Weder, Kim Richter, Luis Mauersberger und Moritz Kretschy. Als Betreuer/Trainer standen Lars Steinert und Olaf Weder zur Verfügung sowie als weibliche Unterstützung Susann Fülle vom SV Sachsen 90 Werdau e. V. Die Vorbereitungen der sportlichen Aktivitäten für die Woche vermag den Betreuern einige graue Haare oder Bauchschmerzen beschert haben, da das Wetter (ständig Minusgrade) keinesfalls zum Radfahren geeignet war und die Verhältnisse auf den Waldwegen keinesfalls das Skifahren ermöglichte (Eisplatten, schneefreie Stellen, etc.). Die Sonne war jedoch ständige Begleiterin. Der Montag begann ruhig. Nach Ankunft aller Sportler wurden die Zimmer verteilt und es ging zum Mittagessen. Danach betraten die Sportler und Trainer vom RSV komplettes Neuland. Frau Fülle übernahm das Wort und erklärte was in ihrem Verein eigentlich für ein Sport betrieben wird -> Orientierungsfahren, in diesem Fall Orientierungslaufen. Der SV Sachsen 90 Werdau führte sein Trainingslager am Wochenende vor Ankunft unserer Sportler in Hormersdorf durch. Durch die missliche Wetterlage keimte die Idee, dass den Sportlern des RSV Venusberg einmal gezeigt wird, was das Orientierungslaufen beinhaltet und so gleich die im Wald von den Werdauern angebrachten Posten - welche nach dem Training immer wieder entfernt werden - hereingeholt werden. Nach der Theorie (Kartenerklärung bezüglich Farben und Sonderzeichen) folgte sogleich die Praxis und es ging warm eingepackt zum Laufen und Orientieren in den Wald. Dabei wurde großer Ehrgeiz, als Erster am Posten zu sein, nicht nur von den Jüngsten entwickelt. 11 Orientierungsposten waren nach gut zweistündigem Marsch entfernt. Nach dem Abendbrot wurde noch gemeinsam das Trainingsprotokoll ausgefüllt. Der Dienstag begann mit Frühsport, wobei dieser nach innen ins Treppenhaus und den Bereich der Rezeption verlegt wurde, da es keinem zuzumuten war, bei Außentemperaturen von knapp -20 Grad den Tag zu beginnen, wobei man unbestritten danach zu 100 % munter gewesen wäre. Nach dem Frühstück ging es wieder zum Entfernen von Orientierungsposten für knapp zwei Stunden in den Wald. Der Ehrgeiz beim Suchen und Finden war wiederum überraschend ungebremst. Am Nachmittag ging es für alle nach Pockau in die Kletterhalle, wo nach einer Einführung in die Knoten- und Kletterkunst jeder seine Bergsteigerfähigkeiten ausprobieren konnte. Die Mädels kletterten überraschenderweise viel öfter und mit mehr Biss und Mut die eine oder andere Wand bis ganz hinauf, was sie in den Armen später noch zu spüren bekamen. Nach dem Abendbrot folgte noch ein Highlight -> Orientierungsnachtwandern. Ausgestattet mit Kopf- und Taschenlampen wurde gemeinsam die kurzfristig erlernte Orientierung in der Nacht getestet, was für alle RSVer eine Umstellung war. Nach ca. 40 minütiger Wanderung war der/die eine oder andere sichtlich froh wieder in der Jugendherberge zu sein. Wieder mit Frühsport im Rezeptionsbereich begann der Mittwoch, der für den restlichen Tag ganz in der Venusberger Turnhalle abgehalten wurde: Vormittag Kraftkreis, Nachmittag Rolle fahren. An diesem Tag trainierte unser Phillip Rothert mit uns, was besonders die Trainer erfreute. Da aber bereits 14:30 Uhr die Halle verlassen werden musste, wurde kurzfristig Anne Steinert mit ins Boot geholt, welche das Verhalten im Wettkampf, die Wettkampfbestimmungen und die Regularien der Sportordnung sehr anschaulich erklärte. Die Prüfung zur Kampfrichterin/Kommissärin hatte sie erst im November 2010 in Leipzig abgelegt. Vielen Dank noch einmal an Anne für den spontanen Einsatz. Nach dem Frühsport und dem Frühstück führte der Weg am Donnerstag ins Atlantis nach Annaberg. Luis konnte leider nicht mit ins Becken gehen, da ihn ein kleiner Infekt am Vormittag plagte. Zuerst wurde 30 min geschwommen und danach glitten alle - entweder einzeln auf dem Bauch/Rücken oder als Kette - die Rutsche mehr oder weniger schnell hinunter. Am Nachmittag wurde noch einmal mit der Karte in der Hand im Wald gelaufen und orientiert, wobei sich die vorangegangenen Tage bei dem einen oder anderen so langsam bemerkbar machten. Nach dem Abendbrot wurde das Trainingsprotokoll vervollständigt. Am Freitag war die einzige Sporteinheit der Frühsport, da das abwechslungsreiche Programm allen sämtliche Kräfte geraubt hatte. Es wurden somit in Ruhe die Koffer gepackt und die Zimmer beräumt. Es stand aber trotzdem noch der letzte Punkt auf dem Plan: "Erste Hilfe bei einer Radpanne". Horst Böhmer - Inhaber des Annaberger Radladens "Radschlag" - erklärte und zeigte den Schlauchwechsel. In einem Wettkampf sollten sich unsere Jüngsten daran selbst versuchen, wobei die Trainer und Herr Böhmer hilfreich mit zur Seite standen. Mit etwas Übung klappt das in Zukunft dann von ganz allein. Herr Böhmer erklärte des Weiteren, was man selbst an seinem Rad vor jedem Start prüfen kann und sollte (Bremse, Steuersatz, etc.). Nach der Auswertung der Woche durch jeden einzelnen Trainer läutete Herr Steinert bei einem Selbstversuch, wie viel Luft passt in einen Schlauch (ohne Mantel herum), mit einem Knall das letzte Mittagessen ein. Hierbei sei bemerkt, dass das Essen sowohl früh, mittags und abends immer hervorragend geschmeckt hat und alle kräftig zulangten. Danke an das Team der Jugendherberge, welches uns wie gewohnt perfekt betreut hat. Es soll des Weiteren nicht unerwähnt bleiben, dass die Disziplin und die Ordnung der Sportler zu keiner Zeit Anlass für Beanstandungen gegeben haben. Mehrmalige eindringliche Aufforderungen, z. B. die Nachtruhe einzuläuten und einzuhalten oder die Zimmer in Ordnung zu halten, waren nie notwendig. Kurz gesagt, dies war eines der diszipliniertesten Trainingslager. Sollte jemand jetzt den Anschein haben, dass der Spaß dabei zu kurz kam, dem sei gesagt, dass immer und überall viel gelacht wurde. Die sehr spärlich ausgefallene Freizeit wurde mit Spielen, wie Tischtennis oder Twister, gefüllt. Darüber hinaus bedankt sich Susann Fülle beim RSV für die Teilnahme am Trainingslager und dem ihr damit gegenüber gezeigten Vertrauen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Vielseitigkeit der Beanspruchung des Körpers und des Kopfes sowie der stetige Wechsel zwischen Theorie und Praxis während der gesamten Woche in Hormersdorf der Grundstein für die Ausdauer gelegt wurde, die für die anstehenden sportlichen Aufgaben in den nächsten Monaten benötigt wird. SF LS