MTB-Bericht von Markus Werner
Am letzten Aprilwochenende waren Sebastian Stark und ich zur Bundesliga in Sundern-Hagen. Durch unsere Punke vom ersten Bundeligarennen in Münsingen am 15. April standen wir in der 2. Startreihe und konnten somit am Start gleich Vollgas geben. Sebastian konnte sich in einer 5-Mann-Spitzengruppe in der ersten Runde behaupten. Leider wurde er von den vor uns startenden Junioren beim Einholen in der Verpflegungszone umgefahren und somit war die Konzentration am Ende. Dadurch wurde er in den sehr schweren Abfahrten und durch die Trockenheit sehr lockenen Boden Opfer von mehreren schweren Stürzen. Trotz kurzer Benommenheit fuhr er das Rennen zu Ende und belegte den 18. Platz. Dies zeugt von seinem Kampfgeist und hoher Wettkampfmoral! Ich konnte mich stets im Mittelfeld behaupten und hatte auch meine Probleme mit den Abfahrten. Ich belegte den 12. Platz. Bei dieser sehr anpruchsvollen Runde können wir unter diesen Umständen sehr zufreiden sein.
Am 1. Mai weilten wir beide im Polnischen Kaparc unterhalb der Schneekoppe. Dort fand ein Marathon der Europäischen MarathonMan Serie statt. Bei diesem stark international besetzten Rennen, wo Fahrer aus Polen, Tschechien und Deutschland am Start waren, konnten wir uns auch im Rennen behaupten. Gleich zu Beginn des Rennen galt es einen 6 km langen Anstieg zu überwinden. Dabei konnten wir uns in einer 10 Mann starken Spitzengruppe behaupten. Durch das hohe Anfangstempo riss gleich ein Loch von über 100 m zu den Verfolgern. Als es dann in die sehr steinigen Abfahrten ging, war für Sebastian das Rennen auch schon zu Ende. Er hatte vorn und hinten einen Durchschlag und nur einen Schlauch mit. Schade für ihn, denn er war an diesem Tag der Stärkere von uns beiden. Als es dann zu der ersten Verpflegungsstadion ging und ich mit der Nahrungsaufnahme beschäftig war, konzentierte ich mich nicht so richtig und wurde in einen Sturz mit einem polnischen Fahrer verwickelt. Unsere Fahrräder verkeilten sich so, dass wir eine zeitlang damit beschäftigt waren sie wieder auseinander zu bringen. Außerdem bekam ich durch diese Aktion noch ein Loch im Hinterad. Dieses flickt sich aber selbst da ich mit latexmilch fahre. nach ca. 1:30 min setzte ich dann das Rennen fort. Meine gute Ausgangsposition war natürlich dadurch weg. Trotz allem konnte ich dann an die Verfolgergruppe ran und mit fahren. Diese lichtete sich immer mehr bis ich wieder allein unterwegs war. Daraufhin gab ich alles, denn ich wusste ja nicht, wie viel Leute noch vor mir waren. Als ich in Zielnähe kam schrie mir schon Sebastian entggegen das ich 2. geworden bin. Dies war natürlich ein glücklicher Moment für mich in der noch jungen Saison und das gegen die starke internationale Besetzung und mit Defekten. Einfach super!!
Dieses Wochenende weilten wir beide wieder zur Bundesliga im badenwürtthembergischen Heubach. Dort fanden wir wieder eine sehr schwere Strecke vor: ca. 4,5km lang mit einem Anstieg von 2,5 km und 200 hm. Dieser war vor allem sehr steil. Die darauffolgende Abfahrt hatte es natürlich auch in sich. Daurauf wurde am Vortag ein Downhillrennen veranstaltet. Daraus kann man dann schon erahnen, dass die Strecke nicht einfach war. Der erste Teil war mit vielen Anliegern und Steilstufen übersät. Der zweite Teil war sehr steil mit engen Kurfen. Trotzdem wollten wir uns der Herausforderung stellen, da es hier wieder Punkte für den Aufstieg gab. Durch unsere hohe Anzahl von Punkten standen wir in der ersten Startreihe und konnten uns gleich am Berg in der Spitze ertablieren. Da der Anstieg um die 10 min. dauerte, sollte man sich die Kraft ordentlich aufteilen. Als wir beide oben waren, hatten wir uns schon einen kleinen Vorsprung auf unsere Verfolger erkämpft. Dies motivierte mich natürlich zu sehr, dass ich mich überstürzt in die sehr lange Abfahrt als erster stürzte. Durch das zu schnelle angehen der ersten Abfahrt stürzte ich zwei mal. Als ich unten war, war ich richtig irritiert und verlor meine Sicherheit. Daraufhin fuhren mehrere Fahrer an mir vorbei und ich konnte nicht volle Leistung bringen. Sebastian kam auf den Abfahrten auch nicht so gut zurecht und stürzte auch mehrmals. Trotz dieser Stürze konnten wir gemeinsam in die letzte Runde gehen und uns gegenseitig etwas puschen. Sebastian kam dann auf Platz 11 ins Ziel und ich wurde knapp dahinter 12. Fazit: Durch die extrem schwere Abfahrt kamen wir einfach nicht gut durch und verloren dort auf den Sieger jeweils 30s. Das ist schon sehr viel. Aber mit unserer Leistung am Berg können wir zufrieden sein, mit dem Ergebniss nicht.
Kommendes Wochenede werden wir in Mallevill in Tschechien wieder einen Marathon der MarathonMan-Serie fahren und am Sonntag ein Cross-Country-Rennen in Sebnitz.

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