Venusberger Radsportler mit ansprechenden Leistungen bei der „Kleinen Friedensfahrt“ (TMP-Tour) des deutschen Radsportnachwuchses ( 16.-18.05.08)
Mit Lukas Steidten, Martin Bauer und Florian Kretschy standen gleich 3 Venusberger Radsportler im 4-köpfigen Aufgebot der Landesauswahl Sachsen für die von Freitag bis Sonntag Rund um Waltershausen ausgetragenen TMP-Tour. Bei der mit 21 Teams aus ganz Deutschland bestens besetzten Nachwuchsrundfahrt erfüllten alle RSV-Fahrer sowie der das Aufgebot komplettierende Leipziger Axel Scheinpflug ihre vorgegebene Aufgabe erfolgreich. Trotz heftigen Windes auf allen Etappen hatte man die insgesamt 79 zu absolvierenden Kilometer mit einem erreichten Stundenmittel von 35 km/h in einem Höllentempo zurückgelegt. Nach einem Berliner Dreifacherfolg durch Schachmann, Herklotz und Reske überzeugte in der Gesamtwertung Lukas Steidten mit einem starken 15. Rang und war damit drittbester Deutscher in seinem jungen Jahrgang. Auch die weiteren Mitglieder der Sachsenauswahl Martin Bauer (Platz 35) und der Leipziger Axel Scheinpflug (Rang 41) schlugen sich im Gesamtklassement achtbar. Der vor der Schlussetappe noch auf einem tollen 25. Rang liegende Florian Kretschy war leider am letzten Tag in einen Massensturz verwickelt und konnte die Fahrt durch unbehebbaren Materialdefekt nicht fortsetzen.
Prolog:
Der Prolog wurde zweigeteilt als Kriterium bzw. Rundstreckenrennen über jeweils 20 Runden ausgetragen. Im Kriterium gingen für Sachsen Lukas Steidten und der Leipziger Axel Scheinpflug ins Rennen. Steidten zeigte hierbei in den Wertungsrunden tolle Sprints und lag bis zur Schlusswertung noch auf Rang 3. Leider konnte er da nicht mehr punkten. Dennoch schlug er sich mit Rang 6 super.
Im Rundstreckenrennen nahmen Martin Bauer und Florian Kretschy das Rennen in Angriff. Am Ende reichte es für Kretschy zu einem unverhofft starken 12. Platz.
1. Etappe - 5 km Bergzeitfahren:
Auf einem für unsere Verhältnisse etwas zu leichtem Anstieg musste ständig mit dem großen Blatt gekurbelt werden, sodass wiederum nur die biologisch im Vorteil befindlichen Sportler überzeugen konnten und die Plätze unter sich ausmachten.
Ergebnisse:
12. Lukas Steidten
29. Florian Kretschy
36. Martin Bauer
51. Axel Scheinpflug
2. Etappe - 38 km Straßenrennen:
Auf einem überaus anspruchsvollen 7,6 km Rundkurs boten die Akteure im Verlaufe der 5 zu absolvierenden Runden tollen Sport. Der 2 km lange und teilweise mit Pflasterbelag bestückten schwere Anstieg zum Ziel, sowie heftiger Kantenwind ließ das große Feld während des Rennens in mehrere Gruppen zerfallen. Die 4 Sachsen konnten 2 Runden prächtig mithalten. Am 2. Anstieg überschätzte Steidten jedoch seine Kräfte und ging als erster mit hohem Tempo und vollem Krafteinsatz in den Berg. Diese Attacke und die damit investierten Körner fehlten ihm aber dann im weiteren Rennverlauf. Nach 2 Spitzenreitern und einer 9 Fahrer starken Verfolgergruppe konnten sich Kretschy und Steidten im noch aus 21 Fahrern bestehenden Hauptfeld behaupten. In der Tageswertung reichte es zu den Rängen 21 (Kretschy) und 30 (Steidten). Scheinpflug und Bauer erreichten in der nächsten Gruppe das Ziel auf Position 44 bzw. 47.
3. Etappe - 36 km Straßenrennen:
Auf der bei Anfangs leichtem Regen gestarteten Schlußetappe gab es auf dem 12 km Flachkurs bis auf die obligatorischen Stürze bei solchen Etappenprofilen, sowie Defekten keine nennenswerten Aktionen, sodass nahezu das komplette Fahrerfeld um den Tagessieg sprintete. Martin Bauer erreichte mit Platz 21 das beste Ergebnis der Sachsen. Scheinpflug und Steidten erzielten die Ränge 24 und 48.
Trainer Klaus Fischer hatte an diesem Tage im Berliner Materialwaren das Rennen begleitend alle Hände voll zu tun und einige Schrecksekunden zu überstehen. Bereits in der 1. Runde musste das Hinterrad von Lukas Steidten nach einem „Platten“ gewechselt werden. In der 2. Runde war Florian Kretschy in einen Massensturz verwickelt (musste darauf hin das Rennen vorzeitig beenden) sowie ein erneuter Radwechsel (Vorderrad) bei Steidten nach einer Kollision ließen die bis zu diesem Zeitpunkt inne habende tolle Platzierung des Ehrenfriedersdorfers kurzzeitig in Gefahr geraten. Doch beide Male schaffte der RSV-Fahrer wieder den Anschluss an das Feld. Mit diesem bestandenen echten Härtetest gehen die Venusberger optimistisch in die in der kommenden Woche anstehenden Süddeutschen Titelkämpfe.
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