Internationale Ostthüringen Tour 2010
Bei herrlichem Radwetter startete am Mittag des 23.04 2010 eine kleine Gruppe von fünf Sportlern des RSV 54 Venusberg zur wieder einmal perfekt organisierten Ostthüringen Tour zum Startort nach Gera. Die Fahrt verlief reibungslos und so konnten die Fahrer der Klasse U13 Maximilian Zschocke, Florian Weder, Maximilian Wabst, Luis Mauersberger und U15 Starterin Lisa Steinert beruhigt mit den Rennvorbereitungen beginnen.
Da es wie immer bei dieser international besetzten drei Etappentour sehr große Starterfelder gibt, nicht zu vergleichen mit den Rennen in Sachsen, wurden am ersten Tag die Sportler in unterschiedlichen Rennen an den Start geschickt. Dabei haben fast alle Sportler nicht die Vorgaben der Trainer beachtet und mussten aus letzten Positionen starten. Auf einem sehr verwinkelten Kurs mit Kopfsteinpflastereinlagen war es unmöglich große Änderungen in den Positionen zu erreichen. Trotz allem wurde Kampfgeist gezeigt.
Am zweiten Wettkampftag stand für Lisa ein Zeitfahren als erste Etappe an, dieses wurde eine kleine Überraschung, sie platzierte sich im Mittelfeld von 58 Starterinnen, was so nicht zu erwarten war. Einen rabenschwarzen Vormittag erlebten unsere Jungs, welche zu sicher an den Geschicklichkeitsfahrtest gegangen sind. Durch nicht einmal Leistungen im Mittelmaß verbauten sich alle Teilnehmer ihre Chance auf eine bessere Gesamtplatzierung, was umso ärgerlicher war, weil alle in den restlichen Rennen am Samstag und Sonntag überzeugten. Unser Luis schlug sich von allen noch am Besten.
Die zweite Halbetappe vom Samstag wurde als Rundstreckenrennen ausgeschrieben, wo unsere Jungs nach einer Standpauke wider auf der Höhe des Geschehens waren. Mit guten Platzierungen im vorderen Mittelfeld war der Auftritt des Vormittags fast vergessen. Ständig waren die Venusberger Fahrer in der Spitze zu finden und es wurde sogar aktiv eine Ausreißergruppe wieder eingefangen, was auf diesem Kurs mit ständigem Tempowechsel und Kurven nicht einfach war. Alle kamen im Hauptfeld an, dies war eine ansprechende Leistung. Bei den Mädchen befand sich Lisa ebenfalls ständig an der Spitze des Feldes, mit welchem sie auch über den Zielstrich gefahren ist.
Nach einer kurzen Nacht zum Sonntag, alle Teilnehmer waren in Gera abends im Kino, stand bei wieder herrlichem Wetter die letzte Etappe, ein Straßenrennen auf dem Programm.
Durch die Platzierungen im Mittelfeld konnten die Fahrer nicht in den Genuss einer Aufstellung in den ersten Reihen kommen und mussten sich durch das Feld kämpfen. Maximilian Zschocke hatte die Etappen der Vortage am besten verarbeitet und fuhr endlich dort wo er hingehört, an der Spitze des Feldes von ca. 80 Fahrern. Durch einen hervorragenden 5. Platz kam er fast unter die Top Ten der Gesamtwertung, wäre da nur nicht das Geschicklichkeitsfahren vom Samstag gewesen. Luis Mauersberger kam ebenfalls im vorderen Feld an, eine sehr gute Leistung. Pech dagegen hatte Maximilian Wabst mit Defekt und Florian Weder mit einem Sturz, beide mussten als Solisten den Zielstrich überqueren, kämpften aber trotzdem. Noch mehr Pech hatte Lisa Steinert, sie kam in der ersten Runde zu Fall und musste vom Rennarzt behandelt werden. Dadurch konnte sie das Rennen nicht beenden und büßte ihren Platz im ersten Drittel der Gesamtwertung ein.
Als Fazit möchte ich persönlich mich bei den Jungs und Karsten Wabst für den Einsatz am Wochenende bedanken. Es war ein sehr gut organisierter Wettkampf, Dank auch an den Veranstalter, welcher auch die Unterkünfte und das Rahmenprogramm organisierte.
Einen Kritikpunkt müssen sich die Sportler aber von mir gefallen lassen.
Es sollte von allen Sportlern als Auszeichnung empfunden werden an einer solchen Etappenfahrt teilzunehmen. Deshalb muss einfach, auch bei Kindern der Altersklasse U13, mehr Professionalität außerhalb des Wettkampfs, besonders in der Startvorbereitung und der Wettkampfnachbereitung vorhanden sein. Auch sollte man den Vorgaben der Trainer, besonders denen von Herrn Steiger Beachtung schenken, seine Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Radfahren können auch andere Sportler, da werden uns keine Siege geschenkt.
L. Steinert
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