| Venusberger Radsportler mit Superwochenende
Am vergangenen Wochenende standen die Radsportler Sachsens vor ihrem ersten großen Saisonhöhepunkt. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalt wurden am Sonntag die Titelkämpfe im Straßenradsport in Belgern bei Torgau ausgetragen. Auf einem knapp 14 Kilometer langen Rundkurs hatten die von Marcus Burghardt gesponserten neuen BMC-Räder ihre erste harte Bewährungsprobe auf dem in der Innenstadt ungeliebten Kopfsteinpflaster zu bestehen. Ohne Defekte und Stürze fürs Team war dies eine tolle Prämiere. Die Sportler waren noch der am Freitag durchgeführten Teambesprechung hochmotiviert und gingen gut vorbereitet ins Rennen. Mit am Ende 5 erzielten Medaillen (3 Titel) konnte man die vorgegebene Zielsetzung (4 Medaillen) noch überbieten.
Beim ersten Wettbewerb des Tages gab es bei den Jüngsten (U 11) über 1 Runde durch ein starkes Rennen von Lisa Maria Weder bereits die erste Goldmedaille für den RSV 54.
Im anschließenden Rennen der Klasse U 13 über 2 Runden überzeugten die Fahrer des Marcus Burghardt Junior Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Maximilian Zschocke sicherte sich im Feld der knapp 50 Titelanwärter überlegen den Meistertitel und für den RSV 54 eine weitere Goldmedaille. Bruder Felix zeigte gleichfalls eine starke Leistung, verfehlte aber mit Rang 4 die verdiente Medaille. Maximilian Wabst kämpfte sich auch toll über den Pflasterabschnitt und erreichte am Ende einen guten 7. Rang. Knapp dahinter überraschte der erst seine erste Saison in dieser Klasse bestreitende Luis Mauersberger mit einem tollen 9. Platz. Florian Weder komplettierte mit Rang 12 den überragenden Auftritt in dieser Klasse.
Im Jugendrennen über knapp 70 Kilometer hatten sich die 5 ins Rennen gegangenen RSV-Fahrer eine Menge vorgenommen und wollten den Titel in ihren Reihen holen. In einem von wenigen Akzenten geprägten Rennen waren die Venusberger immer Herr der Lage und in den entscheidenden Situationen vertreten. Im Finale rüsteten noch 14 in der Spitze verbliebene Fahrer zum Kampf um den Titel und die zu vergebenden Medaillen. Einen Kilometer vor dem Ziel setzte sich Lukas Steidten mit einem überraschenden Angriff aus dieser Gruppe ab und sah schon wie der sichere Sieger aus. Doch die Verfolger machten am letzten kurzen Anstieg vor der Kopfsteinpflasterpassage nochmals mächtig Druck und kamen dem Spitzenreiter immer näher. Auf der Ziellinie wurde dann Steidten noch von seinem Teamgefährten Florian Kretschy, der sich damit den Titel sicherte, abgefangen. Martin Bauer konnte am Ende noch den Leipziger Schindler bezwingen und sicherte sich Bronze. Damit hatte die Venusberger in dieser Klasse einen kompletten Medaillensatz in ihren Reihen. Valentin Schulz befand sich gleichfalls noch in der Spitze und erkämpfte sich einen guten 7. Rang. Sebastian Drechselmusste leider mit Kettenschaden nach 2 Runden das Rennen beenden.
Im überaus schnellen Rennen der Schüler zerfiel das Feld während der 3 zu absolvierenden Runden in viele kleine Gruppen. Durch einige technische und taktische Mängel der beiden RSV-Fahrer konnte leider die geplante Medaille nicht in die Tat umgesetzt werden. So bewegte sich Philipp Kunz nur am Ende des Feldes und verlor dadurch den Kontakt zur Spitze. Sebastian Schmiedel machte sich das Leben selbst schwer, indem er nicht immer die richtige Übersetzung (in rennentscheidenden Situationen und Kopfsteinpflasterabschnitt) wählte. Dennoch kann man mit den Platzierungen der beiden Venusbergers zufrieden sein. Sebastian Schmiedel überquerte auf Platz 9 fahrend die Ziellinieund Philipp Kunz erreichte am Ende Rang 13.
Senior Andreas Kretschy zeigte gleichfalls eine ansprechende Leistung und belegte nach 5 Runden (69 km) in der Sachsenwertung Platz 17.
Philipp Rohtert (Junioren) konnte sich in der ersten Rennhälfte im immer kleiner werdenden Feld der Junioren behaupten. Danach ließen beim Waldkirchener leider die Kräfte nach. Nach knapp 97 absolvierten Kilometern reichte es am Ende für Philipp zu Rang 18.
Im Eliterennen der Männer war Karsten Volkmann immer in den Spitzengruppen vertreten und fuhr, wie von ihm gewohnt, ein großes Rennen. Im Finale sprintete er nach 125 harten Kilometern hinter dem Dresdner Rene` Obst und vor Steffen Radochla hochverdient zu Silber.
Fischer
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