Florian Kretschy mit Superleistung bei Deutschen Titelkämpfen
Florian Kretschy vom Marcus Burghardt Junior Team lieferte am Sonntag bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Bundenthal nahe der französischen Grenze einen beeindruckenden Auftritt. Mit Platz 8 im Finale überraschte er selbst den in der Vorwoche bei der „Tour de Suisse“ auftrumpfenden Teamchef Marcus Burghardt. „Das habe selbst ich in der Jugend nicht geschafft“ so der Kommentar von Marcus bei einem Telefonat auf der Heimfahrt. Kretschy wurde von den 3 RSV-Teilnehmern an diesem Tage am besten mit dem erhöhten Druck bei diesem nationalen Höhepunkt des Jahres fertig. Mit dieser tollen Platzierung erfüllte er gleichzeitig die D/C-Kadernorm des Bundes Deutscher Radfahrer.
Auf dem 6-mal zu absolvierenden schweren 11,8 km Rundkurs musste in jeder Runde ein 3 km langer Anstieg gemeistert werden. Bis zur Hälfte konnten auch Martin Bauer und Valentin Schulz im Feld der 120 für diese Meisterschaft qualifizierten Sportler ordentlich mitmischen. Am Ende des 4. Anstieges hatte dann Bauer einen kleinen Hänger und verlor wie auch Teamgefährte Schulz (hatte leider nicht seinen besten Tag erwischt) den Anschluss zum immer kleiner werdenden Spitzenfeld. Beide hatten sich auf der folgenden Abfahrt wieder erholt, es gelang ihnen aber nicht, wieder nach vorn zu fahren. Damit ruhten in der Endphase alle Hoffnungen auf den noch verbliebenen RSV-Fahrer Florian Kretschy. In der 5. Runde hatte auch er einige Probleme am Anstieg. Mit lautstarken Anfeuerungsrufen und tollem Kampf konnte er die entstandene Lücke wieder schließen. Nach 2 Solisten sprintete am Ende der 70,8 km noch ein über 50 Fahrer umfassendes Feld um Bronze und weitere vordere Platzierungen. Florian Kretschy hatte sich für das Finale eine gute Ausgangsposition gesichert und sprintete auf einen sensationellen 8. Rang. In der zweiten größeren Gruppe schlugen sich Schulz und Bauer mit den Rängen 66 und 67 gleichfalls noch ordentlich, wenngleich die Erwartungen doch etwas höher lagen.
Bereits am Sonnabend bestritt Lisa Steinert ihren Titelkampf bei den Schülerinnen. Während der 3 zu fahrenden Runden hatte die Annabergerin immer leichte Probleme auf dem sehr langen Anstieg. Auf der folgenden Abfahrt gelang es ihr aber immer wieder ans Feld heranzufahren. In der Schlussphase setzte sich noch eine 8 Fahrerinnen zählende Gruppe aus dem Feld ab. Aus einer 17 Athletinnen umfassenden Verfolgergruppe sprintete Lisa als beste Sächsin auf einen nicht erwarteten tollen 19. Rang.
Fischer
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