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2007-12-30  

Rekordjahr 2006 noch übertroffen
Venusberger Radsportler sammelten 197 Medaillen

Von Sven Frommhold

Venusberg. Ihr Top-Ergebnis von 2006 noch einmal übertroffen haben in diesem Jahr die Radsportler des RSV Venusberg. Mit 74 Siegen und 197 Medaillen - davon 21 bei Landesmeisterschaften - erlebten die Fahrer auf der Straße, der Bahn und im Gelände eine neue Rekordsaison für den Zeitraum seit der Wende. "Hauptanteil daran hat mit 46 Erfolgen in der Altersklasse der unter 13-Jährigen unser Überflieger Lukas Steidten, der seine Vorteile in Sachen Kraft und Größe perfekt ausnutzte. Auch im Schülerbereich, in den er jetzt aufgerückt ist, wird er die ausspielen können", glaubt RSV-Trainer Klaus Fischer. Das kleine Venusberg spielt mit seiner Bilanz kräftig im Konzert der Großen im Freistaat mit. In Sachsens Nachwuchs-Vereinswertung sprang Rang 3 heraus - der große Wurf blieb den Fischer-Schützlingen nur wegen einer Formalie versagt. "Unser Neuzugang Sebastian Schmiedel startete in der U 11 erst ab Oktober offiziell bei uns. Deshalb gingen seine Bestenlistenpunkte, die er zuvor erkämpfte, noch für seinen alten Verein in die Wertung ein", erklärt Fischer. Mit Schmiedels Zählern hätte die Truppe den Thron erobert - knapp vor dem SC DHfK Leipzig. Auch Martin Bauer - 2006 der oberste Medaillensammler - hätte das Ergebnis gern noch nach oben geschraubt, doch für den einzigen echten Venusberger wurde das erste Jahr bei den Schülern das erwartet schwere. Bauer gilt als Kämpfer, trainingsfleißig und taktisch geschickt, ist aber einer der Kleinsten. "Wenn der mal wächst, dann kann er ein Großer werden", glaubt der Trainer an einen seiner beiden Sieger (neben Andy Schreiter) der vergangenen "Freie Presse"-Sportlerwahl. Interessant auch: Ohne Martin Bauer 2006 und Lukas Steidten 2007 wären vom RSV in beiden Jahren jeweils genau 28 Erfolge eingefahren worden. "Das spricht für unsere Konstanz", so Fischer. Als dominierend erwiesen sich seine Fahrer in diesem Jahr einmal mehr auf der Bahn. Auch die internationale Drei-Etappenfahrt im Juli im hessischen Weilburg gehörte zu den Höhepunkten. Während der Ehrenfriedersdorfer Lukas Steidten dort die Konkurrenz in der U 13 beherrschte, holte sich der Langenweißbacher Sebastian Schmiedel den nicht für möglich gehaltenen Gesamterfolg in der U 11 mit einem spektakulären Solo am letzten Anstieg des letzten Teilabschnitts. Dass die beiden Mountainbiker Markus Werner und Sebastian Stark bei den Männern in die A-Klasse aufgestiegen sind und sich Junior Andy Schreiter für die deutsche Straßenmeisterschaft in Hamburg qualifizieren konnte, zählt der Trainer ebenfalls zu den herausragenden Resultaten. Überhaupt sind die markanten Farben des RSV längst nicht mehr nur im Sächsischen bekannt und gefürchtet. "Wir waren in diesem Jahr an 136 Orten in vielen Teilen Deutschlands am Start, mit den Mountainbikern sogar in Österreich und Tschechien", berichtet Fischer. Auch der RSV, dessen Mitgliederzahl weiter von 96 auf 115 stieg, vertritt ein weitaus größeres Gebiet als die Region Zschopau. Mittlerweile gehören Fahrer aus dem Mittleren Erzgebirgskreis, den Kreisen Annaberg, Stollberg, Weißeritzkreis, dem Zwickauer Land und Chemnitz dazu.

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