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Zwischen Kamera und Rennstrecke
Radsport: Fahrer des RSV Venusberg fiebern Besuch von Marcus Burghardt und Landesmeisterschaften entgegen
Von Andreas Bauer
Venusberg. Mit den Landesmeisterschaften auf der Straße, die der sächsische Verband gemeinsam mit Thüringen und Sachsen-Anhalt austrägt, steht der erste Saisonhöhepunkt für die Radsportler des
RSV 54 Venusberg kurz bevor. Am Sonntag kämpfen sie im thüringischen Elxleben um gute Platzierungen. Der Besuch von Profi Marcus Burghardt am Vortag kommt ihnen da gerade recht, um zusätzliche Motivation und Tipps zu erhalten.
Ehrung folgt Radwanderung
Ab 10 Uhr ist der Team-Columbia-Fahrer am Samstag zu Gast am Venusberger Sportplatz. Zum Verschnaufen kehrt Burghardt nicht zurück zu seinem Heimatverein. Schließlich wird er im Rahmen einer Autogrammstunde viele Fragen zu beantworten und Hände zu schütteln haben. Eine Gratulantin wird Bürgermeisterin Kathrin Sieber sein, die den 25-Jährigen zum Ehrenbürger von Venusberg küren will. Außerdem steht die Präsentation des Marcus-Burghardt-Junior-Teams an.
Wer den Etappensieger der Tour de France 2008 im feinen Zwirn erwartet, liegt falsch. Schließlich begibt sich Burghardt anschließend mit vielen Anwesenden auf eine Radwanderung durch die Umgebung. "Im Vorjahr waren mehr als 100 Personen dabei. Bestimmt werden es diesmal noch mehr", prophezeit RSV-Trainer Klaus Fischer, der eine zehn Kilometer lange Strecke abseits der öffentlichen Straßen ausgewählt hat. Über eine ehemalige LPG-Straße geht es zunächst Richtung Drebach und über den Planetenweg dann wieder zurück zum Sportplatz, wo gegrillt wird.
Mit Bratwürsten müssen die Venusberger Aktiven ebenso sparsam umgehen wie mit ihren Kräften. Immerhin geht es keine 24 Stunden später um die Landesmeistertitel. Die Titelkämpfe werden am Sonntag den Abschluss einer Woche darstellen, die dem Verein kaum Zeit zum Durchatmen lässt.
Nachwuchs vor TV-Auftritt
Müssen die Nachwuchssportler heute noch auf der Chemnitzer Radrennbahn ihr Können beweisen, so treten einige von ihnen am Freitag außerdem zu einem Wettbewerb in Burgstädt an. Sechs Vertreter des RSV werden am gleichen Abend bei einer Live-Fernsehsendung des MDR vor der Kamera stehen. "Der Sender wollte im Rahmen eines Rückblicks über 60 Jahre einige Talente dabei haben. Das Ganze hat mit Täve Schur zu tun", erklärt Fischer den Auftritt seiner Schützlinge in der Chemnitzer Stadthalle.
Durch ihre TV-Präsenz wandeln die Talente auf den Spuren ihres Vorbilds Marcus Burghardt. Vor allem wollen sie aber seinen Erfolgen nacheifern. Und Fischer ist guter Dinge, dass es in Thüringen gut läuft. Anlass zum Optimismus liefern die jüngsten Resultate. So ersprintete Maximilian Zschocke beim 15. Rochlitzer Stadtkriterium Platz 3 in der
U 13. Andere RSC-Fahrer schrammten knapp an einer Medaille vorbei, sorgten aber für ein gutes Gesamtabschneiden. Die dreitägige Ostthüringen-Tour schloss Sebastian Schmiedel (U 13) trotz gesundheitlicher Probleme nach einem Sturz als Dritter ab. Außerdem verkauften sich die Schüler-Fahrer Lukas Steidten und Valentin Schulz bei der 22. Main-Spessart-Rundfahrt mit den Rängen 9 und 14 ausgezeichnet. (mit kfis)
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