Martin Bauer übertrifft alle Erwartungen

Martin Bauer mit Superauftritt auf dem Sachsenring - Groß und Zschocke überzeugen in der Jugend

RSV–Männerakteur Martin Bauer sorgte bei seinem diesjährigem 2. Saisonauftritt nach seiner starken Leistung aus der Vorwoche mit Platz 8 in Leipzig, am Ostersonnabend auf der schweren Grand Prix-Strecke auf dem Sachenring als RSV-Einzelkämpfer für eine kleine Sensation.

Bei der 58. Austragung des Radklassikers standen in dem hochqualitativen Starterfeld der Eliteklasse der Männer über 160 Fahrer aus zahlreichen Spitzenteams und mehreren Bundesländern in der Startliste, wobei ca. 140 Akteure das Rennen über 20 schwere Runden (in jeder Runde mussten 3 Anstiege gemeistert werden) in Angriff nahmen. Das bei niedrigen Temperaturen und teils heftigem, eisigem Wind ausgetragene schnelle Rennen (knapp 40 km/h) wurde über die komplette Renndistanz vom brandenburgischen LKT-Team beherrscht. Der zahlreiche Runden als Solist das Rennen bestimmende Franz Schiewer (LKT) wurde aber am Ende für seine große kämpferische Leistung leider nicht belohnt (Platz 15). RSV-Fahrer Martin zeigte gute Rennübersicht und fuhr immer an aussichtsreicher Position. In der 16. Runde nahm er mit 3 weiteren Fahrern die Verfolgung zu einer knapp 30 Fahrer umfassenden Spitzengruppe in Angriff. Dank seiner enormen Führungsarbeit konnte diese Gruppe schnell zu den Führenden aufschließen. In der Schlussrunde verkleinerte sich diese Gruppe auf Grund des enorm hohen Tempos auf 13 Fahrer, die den Sieg in einem schon frühzeitig eingeleiteten packenden Finale unter sich ausmachten. Der Sieg ging an Stefan Schäfer (LKT), vor Heinrich Berger (Harvestehuder RV) und Ex-T-Mobile-Profi Erik Baumann (Team Urkrostitzer). Martin Bauer sprintete in einem Superfinale auf einen sensationellen 4. Rang. Damit erhielt er am Ende den Ehrenpreis für seine große kämpferische Leistung, sowie als bester sächsischer Vertreter. Die beiden Ex-Venusberger Florian Kretschy (KED-Stevens Rad Team Berlin) und Karsten Volkmann (Team Isaac) erreichten im weit auseinander gezogenen Hauptfeld die Plätze 43, bzw. 63.

In der Jugendklasse (knapp 100 Teilnehmer) hatten sich die beiden RSV-Starter Max Zschocke und Felix Groß während der 12 zu absolvierenden Runden gegen einen Großteil der deutschen Spitze zu behaupten. In einem gleichfalls sehr temporeichen Rennen gelang es den Beiden, sich immer gut im Feld zu positionieren. Einige Runden vor Schluss gelang es dem Cottbusser Banusch, sich noch einige Meter von der Spitze abzusetzen und sich den Sieg zu holen. Das Finale der noch ca. 20 Fahrer umfassenden Spitzengruppe eröffnete auf der langen und zugleich sehr breiten Zielgerade RSV-Fahrer Max Zschocke. Er hatte sich aber etwas vertan und sprintete „nur“ bis zur ersten Ziellinie (für Motorräder). Hier wäre er 2. geworden, aber die Ziellinie für das Radrennen befand sich ca. 20 m weiter entfernt. Dadurch wurde er noch vom Berliner Rudolph und Teamkollege Felix Groß überspurtet. Somit gab es für die beiden RSV-Akteure Groß und Zschocke mit den Rängen 3 und 4 gleichfalls Superergebnisse.

Im Juniorenrennen (15 Runden) zeigte Philipp Kunz bereits in der 1. Runde taktisches Fehlverhalten, da er sinnlos attackierte und so wertvolle „Körner“ verschoss. Im weiteren Rennverlauf zeigte auch er dann einen starken Auftritt. Bis eingangs der vorletzten Runde befand er sich in der immer mehr zerbröckelnden 5 Fahrer starken Spitzengruppe. Bei der letzten Zieldurchfahrt lag er an Position 5 fahrend noch weit vor dem übrigen Feld aussichtsreich im Rennen. Doch ihm plagten starke Krämpfe, sodass er das Rennen beenden musste (es fehlten die anfangs sinnlos investierten Körner!).

Jugendfahrerin Eva Luca bestritt in der Schülerklasse ihr Radsportdebüt. Auf Grund der schwere des Kurses, sowie ihrer noch fehlenden Rennpraxis und technisch-taktischen Fertigkeiten hatte sie jedoch nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun.

Das Jedermannrennen wurde, wie schon in den zurückliegenden Jahren, bei den schlechtesten äußeren Bedingungen gestartet (9:00 Uhr bei nur 4 °C, starkem eiskaltem Wind). Dennoch stellten sich 130 Starter über die lange Distanz (15 Runden). Sten Brückner hatte sich viel für dieses Rennen vorgenommen. Gegen die starke Konkurrenz hatte er es jedoch nicht einfach. Trotz einiger technischer Reserven schaffte er es, sich bis zum Schuss in einer noch ca. 50 Fahrer umfassenden Spitze zu behaupten. Im Finale reichte es dann für den Waldkirchener zu Rang 30. Lars Brödner war gleichfalls in dieser Gruppe vertreten und überquerte als 33. die Ziellinie. Über die kurze Distanz (5 Runden) präsentierte sich Michal Reichel in guter Form. Im Feld der 35 Teilnehmer erreichte er einen achtbaren 8. Rang.

Ergebnisse

Name

Vorname

Altersklassen

Disziplin

Platz

Bauer

Martin

MA/B/C

S

4.

Brückner

Sten

Jm

S

30.

Groß

Felix

Jg

S

3.

Kretschy

Florian

MA/B/C

S

43.

Reichel

Michael

Jm

S

8.

Volkmann

Karsten

MA/B/C

S

63.

Zschocke

Maximilian

Jg

S

4.

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