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DAS THEMA: 60 JAHRE RADSPORT IN VENUSBERG

Ein Abend voller Glanz und Gloria

Auf dem Parkett, wo einst die Erfolgsgeschichte ihren Anfang genommen hatte, haben die Vereinsmitglieder das Jubiläum ihres Klubs gefeiert. Lobeshymnen gab es reichlich. Ein Name fiel dabei besonders häufig: Klaus Fischer.


Venusberg - In den 1920er-Jahren haben die Kunstrad- und Radballfahrer ihre Runden im Saal des Gasthofs Venusberg gedreht. Es war der Anfang des 1954 gegründeten Radsportvereins. 60 Jahre später sind ehemalige und heutige Klubmitglieder zu den Wurzeln ihrer Gemeinschaft zurückgekehrt, um auf dem Parkett die Meriten eines der erfolgreichsten sächsischen Radsportvereine aufleben zu lassen.

"Die Bilanz spricht für sich. Sechs Jahrzehnte hat der Verein das Niveau mitbestimmt. Der RSV trägt den Ruf des Erzgebirges weit über die Grenzen Sachsens hinaus", lobte Landrat und Kreissportbund-Chef Frank Vogel in seiner Laudatio. Ob einst bei DDR-Meisterschaften oder heute bei deutschen Titelkämpfen - die Venusberger mischten und mischen vorne mit. Die Namen der Sportler haben sich dabei geändert, der ihres Trainers hingegen nicht. Klaus Fischer ist unmittelbar mit der Erfolgsgeschichte des Radsportvereins verbunden. Seit 50 Jahren Mitglied, davon 44 als Übungsleiter, Funktionär und sogar Alleinunterhalter. Eine Leistung, die mit der höchsten Radsport-Auszeichnung des Freistaats gewürdigt wurde. Fischer erhielt die Ehrenplakette des Sächsischen Radfahrer-Bundes. Passend zur Verbundenheit mit seinem Verein wurde Fischer einen Tag nach der Jubiläumsveranstaltung 64 Jahre alt. "Klar haben wir die Möglichkeit genutzt und gleich in meinen Geburtstag reingefeiert", sagt der Jubilar.

Wie lange Fischer Trainer bleibt, lässt er offen. Einen Abschied gab es dennoch. Martin Bauer nutzte die Festlichkeit, um sich bei den Venusbergern und besonders bei seinem Coach zu bedanken: "Klaus Fischer war zwölf Jahre lang nicht nur ein Trainer, sondern ein Freund. Ich werde nie vergessen, wo ich das Einmaleins des Radsports erlernt habe." Bauer wechselt nach Delitzsch zum Ur-Krostitzer-Giant-Team, um ähnlich wie einst Marcus Burghardt den nächsten Schritt in Richtung Profikarriere einzuschlagen.

Bildtext: Die Radsportler des RSV 54 Venusberg wissen, wem sie den größten Teil ihrer Erfolge zu verdanken haben: ihrem Trainer Klaus Fischer (vorn). Der 64-Jährige hat 50 Jahre seines Lebens dem Verein gewidmet.

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