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Crossserie gerät inzwischen an ihre Grenzen


Mit dem fünften Lauf ist die Querfeldeinserie 2014 in Mitteldeutschland zu Ende gegangen. Für die Venusberger Radsportler lief nicht alles nach Plan.
Von Thomas Schmidt

Venusberg - Weniger Rennen, Terminüberschneidungen, etwas Pech und eigene Fehler sind die Ursachen, dass es für die Radsportler aus dem Erzgebirge im Gelände nicht wie in vergangenen Jahren gelaufen ist. "Wir haben es nicht geschafft, wieder einsame Spitze zu sein", gesteht Trainer Klaus Fischer. Trotzdem durfte der 64-Jährige mit seinen Schützlingen in der Mitteldeutschen Querfeldein-Serie 2014 einige Erfolge verbuchen.

Der Abschluss bei "Rund um die Chemnitzer Radrennbahn" stand wohl symbolisch für die Rennserie, die bereits ihre 17. Auflage erlebte und zugleich als 9. Bioracer-Cross-Challenge in die Geschichte einging. Den ohnehin schwierigen Kurs machte der Regen noch komplizierter. "Es gab eine regelrechte Schlammschlacht", so Fischer. "Vor jedem, egal ob Sieger oder Verlierer, musste man wegen der extremen Bedingungen den Hut ziehen."

Der Gelenauer Moritz Kretschy erwischte dennoch einen Supertag und erkämpfte Tagesrang 2. "In der Gesamtwertung verfehlte er mit 78 Zählern das Podest nur um drei Punkte. Dafür, dass er das erste Jahr in der U 15 fährt, ist Rang 4 unter 57 Teilnehmern beachtlich", lobte Fischer seinen erst zwölf Jahre alten Schützling. Um dem Seriensieger Pierre-Pascal Keup vom SV Raschau- Markersbach Paroli zu bieten, der nach fünf Siegen die Idealpunktzahl 125 aufweisen konnte, reichte es noch nicht ganz.

Im Jugendrennen befand sich Dominik Olomek lange Zeit auf Medaillenkurs, ehe ihn ein Reifenschaden aussichtslos zurückwarf. Dennoch machte der Venusberger nach dem Radwechsel mehrere Plätze gut und erkämpfte am Ende noch einen akzeptablen zehnten Platz, den er auch in der Gesamtwertung belegte. "Hätte Dominik alle Rennen bestreiten können, wäre er sogar um den Sieg mitgefahren", ist Fischer überzeugt. Dafür durfte er seinen ehemaligen Schützling Karsten Volkmann (jetzt Isaac Torgau) bei den Männern, Philipp Kunz in der U 23 und in der U 11 Gianna Schmieder als bestes Mädchen zu Tages- oder Seriensiegen beglückwünschen.

Doch es hätten mehr Rennen sein können. "Es gibt weniger Einsatzbereite, die sich ehrenamtlich kümmern. Zudem wollen sich die Menschen auch nicht mehr quälen", nennt Fischer Ursachen, weshalb die Zahl der Veranstalter abnimmt. Dieses Jahr waren Gelenau und Riesa weggefallen, sodass die Challenge von einst neun auf inzwischen fünf Rennen geschmolzen ist.

Die Stärksten, beispielsweise aus den Venusberger Reihen Maximilian Zschocke, können jedoch selbst diese wenigen Termine kaum noch wahrnehmen. "Er hatte oftmals parallel angesetzte Bahn-Rennen zu bestreiten", erklärt Fischer, weshalb dem RSV die Querfeldein-Siege fehlen. So war es diesmal erneut, denn auf dem Holzoval von Frankfurt/ Oder hatte Zschocke ein Omnium mit sechs Teildisziplinen zu absolvieren. Dies gelang ihm mit Bravour Rang 3. (mit kfis)

Bildtext: Gezeichnet vom Schmuddelwetter: Moritz Kretschy in Chemnitz beim Rennen "Rund um die Radrennbahn".
Foto: Klaus Fischer/RSV Venusberg

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