Martin Bauer und das Team Ur-Krostitzer-Giant überzeugen bei Amerikaeinsatz

Erstmals in der Teamgeschichte nahm das Team Ur-Krostitzer-Giant an der „Tour de Guayana“ in Südamerika teil. Im sechsköpfigen Aufgebot für die 26. Austragung dieser über 11 Etappen und insgesamt rund 1300 Rennkilometer führenden internationalen Rundfahrt standen auch 2 Venusberger Radsportler. Martin Bauer, der in dieser Saison die Farben des Ur-Krostitzer Teams trägt, sowie Florian Kretschy (Gaststarter des Teams KED Stevens Berlin).


Das einzige teilnehmende deutsche Team hatte sich zur Zielsetzung gestellt, bei den Etappenankünften kräftig mitzumischen und mit mindestens 1-er Podiumsplatzierung die Heimreise anzutreten. Dieses Vorhaben gelang dem Team unter schwierigen Bedingungen (35 ° C und extrem hoher Luftfeuchtigkeit)  in beeindruckender Weise weit zu überbieten.

Mit jeweils 2 Doppelerfolgen, sowie 3 zweiten Plätzen bei Etappenankünften war das Team im Feld der über 100 Starter aus 19 Teams sehr gefürchtet. Die beiden Venusberger RSV-Akteure zeigten sich hierbei von ihrer besten Seite. So gelang es Martin Bauer, sich im Massensprint einen Etappensieg, sowie 2-mal Rang 2 zu sichern. „Ich wurde hierbei von einem prächtig harmonierendem Team im Finale super unterstützt und konnte mich am Ende durchsetzen“, so das Fazit von M. Bauer. Er lobte auch das überaus starke Teamverhalten seines Vereinskameraden und Gaststarters Florian Kretschy.


Auf Grund des tollen Auftrittes von Bauer bei den Etappenankünften, sowie der ausgetragenen Zwischensprints sicherte er sich am Ende der Rundfahrt in der Wertung um das blaue Trikot (aktivster Fahrer) einen sensationellen 3. Rang.
Neben den tollen Ergebnissen war das Team aber auch von einigen unglücklichen Momenten und etwas Pech betroffen. So waren einige Fahrer des Teams von Stürzen und Defekten betroffen. Auf der 6. und zugleich mit 164 km längsten Etappe riss Martin Bauer schon in der Anfangsphase das hintere Schaltseil und er musste somit das wellige Terrain und die verbliebenen 150 km mit nur 2 Gängen meistern. Auf der Schlussetappe lag Martin ebenfalls im Finale aussichtsreich im Rennen. An der 700 m Marke war er jedoch in einen Massensturz verwickelt und zog sich erhebliche Verletzungen zu. Er beendete dennoch die Etappe, musste sich aber im Anschluss sofort in ärztliche Behandlung begeben. Nach dem Eintreffen in der Heimat ging es ins Krankenhaus Flämingstraße in Chemnitz. Hier musste unser Sportler völlig unverständlich (nach einem Unfall) 1 Woche auf einen MRT – Termin warten, um Gewissheit zu haben, dass die Halswirbelsäule keine Schädigungen davongetragen hat! Nach dem durchgeführten MRT erhielt Martin die freudige Nachricht, dass keine Probleme betreffs der Halswirbelsäule festgestellt wurden und es ging zurück nach Hause.


Auch unserem 2. RSV-Akteur Florian Kretschy ereilte auf der, über 150 km führenden 7. Etappe, ein folgenschwerer Defekt. In einer 7-köpfigen Spitzengruppe war er 1 km vor der Ziellinie gleich von 2 Reifenschäden betroffen. Damit war er im aussichtsreichen Kampf um den Etappensieg leider raus.
Aber auch neben dem sportlichen Geschehen hatten die Fahrer ein einzigartiges Erlebnis. So konnten alle nach der 8. Etappe den Start einer "Ariane 5"-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kourou live miterleben. (Fi)

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