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WM-Medaille krönt historische Saison

 

Nach mehreren nationalen Erfolgen hat nun auch bei der Weltmeisterschaft auf der Bahn ein Radsportler des RSV 54 Venusberg für Furore gesorgt. Dank toller Teamleistung kehrte Felix Zschocke mit Bronze zurück in die Heimat.

 

VON ANDREAS BAUER

 

AIGLE/VENUSBERG - Weit über das Erzgebirge hinaus machen die Radsportler des RSV 54 Venusberg in diesem Jahr von sich reden. Nachdem sie dank Felix Groß und Christian Weinhold zwei deutsche Meistertitel sowie einmal Bronze die den Deutschen Straßen-Meisterschaften bejubeln durften, gelang nun sogar auf internationale Ebene der ganz große Wurf. Verantwortlich für den historischen Erfolg in der Schweiz war Felix Zschocke. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften der Junioren in Aigle erkämpfte der Waldkirchener mit seinen beiden deutschen Mannschaftskollegen Bronze im Teamsprint.

 

"Das war der bisher größte Triumph in unserer Vereinsgeschichte", sagt Trainer Klaus Fischer, der das Geschehen nahe des Genfer Sees vor Ort mitverfolgte. Dass er übers ganze Gesicht strahlt, liegt an der historischen Saison, an der seine Schützlinge gerade basteln. Bereits die Erfolge auf nationaler Ebene hatten den Trainer stolz gemacht, doch die Ereignisse auf dem 200-Meter-Holzoval in der Zentrale des Weltverbandes (UCI) übertrafen alles. "Kaum zu glauben, dass sich unser Verein nochmals steigern konnte", meint Fischer angesichts der tollen Ergebnisse der beiden Venusberger WM-Vertreter.

 

Bei den fünftägigen Titelkämpfen in der Schweiz war auch Felix Groß dabei. Nach seinem DM-Sieg auf der Straße reihte er sich diesmal im Mittelfeld ein. Während er sich als Zwölfter des Punktefahrens (70 Runden) nicht für das angepeilte Omnium qualifizieren konnte, reichte es mit dem deutschen Vierer in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung immerhin zu Platz 7. "Nach Platz 6 in der Qualifikation, an der 14 Teams teilnahmen, setzte es eine Niederlage gegen die Schweiz. Mit einer ordentlichen Zeit gelang dann ein erfolgreicher Abschluss gegen Italien", berichtet Fischer, der eingesteht: "Der Abstand zur Spitze, an der Neuseeland mit einem Weltrekord überzeugte, ist groß."

 

Dafür gab das deutsche Trio gleich zum WM-Auftakt im Teamsprint mit den Ton an, was auch an Felix Zschocke lag. "Bereits in der Quali gelang den Jungs mit 36,990 Sekunden über drei Runden die drittbeste Zeit unter elf Mannschaften", so Fischer. Das bedeutete den Einzug ins "kleine Finale", in dem sich Zschocke sowie seine Teamkollegen Nik Schröder aus Cottbus und Carl Hinze aus Schwerin nochmals steigerten. "In einem spannenden Lauf um Bronze besiegten sie das polnische Trio und sorgten so für einen tollen Auftakt", schwärmt Fischer. Und auch der zweite Auftritt von Felix Zschocke sorgte für staunende Blicke, gelang ihm doch im 1000-Meter-Einzelzeitfahren im Feld der 29 Teilnehmer die Bestzeit auf der ersten Runde (15,94 s). Das Tempo von 55 km/h konnte er jedoch nicht halten. 1:05,1 Minuten bescherten ihm Platz 14. (mit kfis)

 

 

Bildtext: Zu den ersten Gratulanten gehörte Klaus Fischer. Dem Trainer des RSV 54 Venusberg war der Stolz sichtlich anzumerken.

 

FOTOS (3): RSV 54 VENUSBERG 

 

Bildtext: Zusammen mit Nik Schröder (Cottbus) und Carl Hinze (Schwerin) sorgte Felix Zschocke (Mitte) bei der Weltmeisterschaft für einen deutschen Traumstart.

 

 

 

Bildtext: Ja, das Ding ist echt! Felix Zschocke freut sich über die WM-Bronzemedaille, die sich das deutsche Trio im "kleinen Finale" gegen Polen erkämpfte.

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