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Nach zweijähriger Pause hat der RSV Venusberg in Gelenau ein Querfeldeinrennen ausgerichtet. Mit 240 Startern war gestern das Organisationsteam um Klaus Fischer sehr zufrieden.

 

KATJA LIPPMANN-WAGNER

 

GELENAU/VENUSBERG - Neben den zirka 40 irdischen Helfern hatte der RSV Venusberg, der gemeinsam mit der Gemeinde den 11. Gelenauer Querfeldeinpreis innerhalb der Bioracer-Cross-Challenge ausrichtete, auch einen Helfer von ganz oben.

 

Petrus schickte den Radcrossern bestes Spätherbstwetter. „Nicht auszudenken, hätte es geschneit“, sagt Cheforganisator Klaus Fischer und ergänzt: „Dann hätten wir sogar die Strecke beräumen müssen.“ So aber blieb dieses Wetterszenario aus. Viel zu tun hatten die Helfer trotzdem, denn die 1,7 Kilometer lange Runde war bestens mit rot-weißem Absperrband markiert. Außerdem mussten Bäume an gefährlichen Ecken mit Matratzen abgepolstert werden.

 

 

Catering, Streckenposten und Rechenbüro – das alles sicherten die Ehrenamtlichen in solider Weise ab. Zu den fleißigen Helfern gehörte auch Mediziner Christian Klotz: „Ich mache das schon seit der ersten Auflage des Rennens“, so der 67-jährige Arzt, der eine große Sportaffinität besitzt und auch die Ringer betreut. Am Samstag in der 2. Bundesliga an der Matte und gestern zum Radrennen hatte er wenig zu tun. „Hier liegt das an der guten Streckenführung, die der Witterung angepasst wurde. Ein neuralgischer Punkt wurde zudem entschärft.“

 

Sven Mehner vom Verein Bike-store-Racing aus Raschau sieht die Gelenauer „als traditionell sehr gute Veranstaltung.“ Gleichzeitig freut er sich, dass die Cross-Serie so stark an Popularität gewonnen hat. „Anfang der 90er-Jahre war Radcross in der Region nahezu ausgestorben“, so Mehner, selbst mit seinem Verein vor einem Monat in Schwarzenberg- Sonnenleithe Gastgeber für ein Rennen der Bioracer-Cross-Challenge. Die Strecke erfordere viel Kondition, betont Mehner. Lennart Lein aus Schwarzenberg, der für den ESV Lok Zwickau startet, kam in der Jugend auf den 3. Platz: „Gleich am Anfang gab es einen Anstieg, der sehr matschig war. Den sind nur die drei Ersten auf dem Rad hoch. Da hab ich nicht dazu gehört und wertvolle Sekunden verloren.“ Doch der Schwarzenberger, der beim SV Raschau-Markersbach mit dem Radsport begann, kämpfte sich wieder nach vorn. „Zum Schluss habe ich das Duell mit Moritz Kretschy gewonnen“, sagte Lein, der sich damit die Podestplatzierung sicherte.

 

Keinen optimalen Tag erwischte Giovanni Schmieder vom RSV Venusberg. Dem 13-Jährigen riss kurz vorm Start die Kette. Schon zu Beginn und dann auch während des Rennens kam er nicht richtig in die Gänge. Am Freitag bei der Generalprobe war der Gornauer zudem über ein Hindernis gestürzt. Die Platzwunde im Gesicht, die mit einem Pflasterkreuz überklebt war, erinnerte noch daran. „Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Der Startberg zieht gleich ganz schön Kraft“, so Schmieder. Im Gelände sei es dann rutschig gewesen. „In den Waldbuchten gab es viele Wurzeln“, ergänzte Schmieder. Sein Vereinskamerad Maxime Glöckner (14) vom RSV sagt aber: „Da ich normalerweise Mountainbike fahre, finde ich die Strecke gar nicht so schwer.“

 

Dies schien die Männer zu beflügeln. Florian Kretschy hatte kurzerhand zur Freude seines Trainers nachgemeldet. „Er ist sensationell Zweiter geworden, Martin Bauer zudem Fünfter“, sagte Fischer. Gewonnen hat Felix Fritzsch, der für Stollberg startende Crottendorfer. Alle Resultate unter:  » Internet: www.rsv54.de

Bildtext: Wo keine Hindernisse sind, werden welche aufgebaut: Zum Wettstreit um den 11. Gelenauer Querfeldeinpreis musste deshalb gestern nicht nur Sven Mehner vom Bikestore-Racing-Team aus Raschau mehrfach sein Rad tragen. Er startete bei den Senioren und kam als Vierter ins Ziel.

 

FOTOS: KATJA LIPPMANN-WAGNER (2)

 

 

Bildtext: Maxime Glöckner vom RSV 54 Venusberg quält sich schiebend einen Anstieg hinauf. Trainer Klaus Fischer feuert seinen Schützling an.

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