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Burghardts Titel ist willkommener Trost

 

Radsport: DM für drei Venusberger Starter vorzeitig beendet – Juniorin überzeugt

 

CHEMNITZ/VENUSBERG - Aus Sicht des RSV 54 Venusberg hat die Deutsche Straßen-Meisterschaft in Chemnitz eigentlich kaum Anlass zum Jubeln gegeben. Einige Vereinsvertreter beendeten das 213 Kilometer lange Straßenrennen sogar vorzeitig. Und doch reckten Trainer Klaus Fischer und zahlreiche andere Begleiter am Ende jubelnd die Arme gen Himmel. Sie freuten sich für und mit einem ehemaligen Schützling: Marcus Burghardt.

 

„Auf dem anspruchsvollen 19,4-Kilometer-Stadtkurs, der elfmal zu bewältigen war, ging es vom Start weg gleich hart zur Sache“, berichtet Fischer angesichts ständig wechselnder Rennsituationen. Letztlich habe die harmonische Arbeit des Bora-Rennstalls dafür gesorgt, dass Burghardt in der Heimat einen großen Triumph feiern konnte. Dieser tröstete die Venusberger über einige andere Ergebnisse hinweg.

 

„Max Zschocke und Martin Bauer hatten bereits in der Anfangsphase aufgrund des enorm hohen Tempos ihre Probleme und beendeten den Wettkampf vorzeitig“, so Fischer. Nach einer ordentlichen ersten Rennhälfte musste auch Florian Kretschy eher aus seinem Sattel steigen als erhofft. Sebastian Schmiedel (54.) und Felix Groß (65.) erreichten das Ziel, konnten dabei aber keine Bäume ausreißen, was beim Trainer allerdings keine kritischen Töne hervorrief: „Als noch sehr junge Männer-Fahrer haben sie ordentliche Leistungen geboten.“

 

Vielleicht wirkte Klaus Fischer auch deshalb relativ zufrieden, weil ihn frohe Kunde von anderen Rennstrecken erreichte. Vor allem die Nachricht aus Linden (Rheinland-Pfalz) dürfte ihn gefreut haben, denn dort zeigte eine Juniorin im orange-blauen RSV-Trikot ihr ganzes Können. Die Rede ist von Eva Luca, die den Kampf gegen die Uhr mit Bravour bestand. „Bei sommerlichen Temperaturen hat sie auf einem superschweren 12-Kilometer-Kurs wahnsinnig gekämpft“, schildert Fischer den überzeugenden Auftritt seines Schützlings im Einzelzeitfahren, der mit Platz 11 belohnt wurde.

 

Auf dem gleichen Kurs konnte Eva Luca tags darauf noch einmal überzeugen. Diesmal wurden alle Fahrerinnen gemeinsam auf die Strecke geschickt, um den Titel im Straßenfahren unter sich auszumachen – und nach sieben Runden kam die RSV-Starterin als starke Achte ins Ziel. Vereinskollegin Maria Forkel war wegen leichter gesundheitlicher Probleme vorzeitig ausgestiegen. Mit dabei in Rheinland-Pfalz waren auch der Junior Dominik Olomek (61./Zeitfahren) sowie Jugend-Starter Moritz Kretschy (44./Straßenfahren). Marius Hofmann vertrat derweil die Venusberger Farben beim Rennen „Rund um Lambertswalde“, das er nach einem beeindruckenden Finale auf Rang 6 beendete. (anr/kfis)

 

 

Bildtext: Mit ihrem Vorbild Marcus Burghardt freuten sich die Venusberger Nachwuchssportler und Trainer Klaus Fischer über dessen DM-Titel. FOTO: VEREIN

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