Venusberger glänzen bei Bahnmeisterschaften
Die Bilanz der RSV-Radsportler bei den nationalen Titelkämpfen kann sich sehen lassen. Manche schrubbten am Wochenende sogar noch mehr Kilometer.
Venusberg - Trotz der teils extremen Hitze sind die Radsportler des RSV Venusberg bei der 138. Deutschen Bahnmeisterschaft ganz cool geblieben. Bei den im pfälzischen Dudenhofen ausgetragenen Wettkämpfen konnten sich die Erzgebirger über vier Medaillen und zwei Meistertitel freuen.
Bereits zum Auftakt der Titelkämpfe setzte Felix Groß in der Einerverfolgung über 4000 Meter ein Ausrufezeichen. Nach der zweitbesten Zeit in der Qualifikation zeigte der für das Rad-net Rembe Pro Cycling Team fahrende Venusberger im Finale gegen den Vorlaufsieger Miquel Heidmann eine beeindruckende Vorstellung. „Er hat seinem Konkurrenten mit einer Klassezeit keine Chance gelassen und ihm drei Sekunden abgenommen“, freute sich RSV-Trainer Klaus Fischer über den starken Auftritt und Meistertitel für Groß.
Dieser hatte seinen Medaillenhunger indes noch nicht gestillt und holte einen Tag später zudem Silber in der Mannschaftsverfolgung über die gleiche Distanz. „Allerdings hatte das Team Pech, als einer der Fahrer aus der Pedale rutschte und das Rennen um Gold damit eigentlich schon entschieden war“, schilderte Fischer. Am gleichen Tag musste Groß zudem auf die 1000 Meter lange Zeitfahrstrecke, wo sich jedoch die fehlende Regeneration gegen die Kurzzeitspezialisten bemerkbar machte. „Dennoch ist Rang 5 für ihn ein tolles Ergebnis“, so der RSV-Coach.
Seine erste große Bewährungsprobe in der Männerklasse meisterte währenddessen Colin Rudolph. Der Junioren-Europameister von 2024 zeigte als Teil des Teams Pfalz/Sachsen einen tollen Auftritt und verhalf seinem Team als bester Anfahrer zum Titelgewinn. Auch Pia Grünwald überzeugte in Dudenhofen und sicherte sich mit dem Team LKT Women Bronze über die 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung. „Mit einem ansprechenden 8. Platz im Scratch hat sie den starken Auftritt der Venusberger abgerundet“, so ein rundum zufriedener Trainer.
Nicht nur in der Pfalz, sondern auch am Fuße der Alpen waren die Erzgebirger aktiv. Im österreichischen Hollenstein fanden neben der Vier-Nationen-Meisterschaft zugleich die nationalen U-23-Meisterschaften auf der Straße statt. „Bei extremer Hitze mussten die Teilnehmer einen anspruchsvollen, rund 30 Kilometer langen Rundkurs mit einem Schlussanstieg von 16 Prozent meistern“, schildert Fischer. Trotz eines umfangreichen Wettkampfprogramms überzeugte Pia Grünwald auch dort und verpasste im 80-köpfigen Feld mit Rang 4 nur knapp eine Medaille. Einen respektablen 12. Platz erreichte Toni Albrecht. Sein Bruder Pepe hatte vorwiegend Unterstützungsarbeit für seinen Teamkapitän zu verrichten und rollte als 29. über die Ziellinie. (frgu/kfis)