Venusberger Radfahrerin rast zu EM-Silber
Pia Grünewald hat bei den U23-Europameisterschaften in Portugal in der Mannschaftsverfolgung Edelmetall gewonnen. Bei den Männern lief dagegen nicht alles nach Plan.
Venusberg - Mit einer silbernen Plakette kehrt die für den RSV 54 Venusberg startende Rennradfahrerin Pia Grünewald von den europäischen Titelkämpfen der Nachwuchs-Bahnradfahrer zurück. Die EM
der U 23-Athleten und Junioren wurde vorige Woche im portugiesischen Anadia ausgetragen. Von den Venusbergern hatten Pia Grünewald (U 23) und Colin Rudolph ( ebenfalls U 23) den Sprung ins
deutsche Aufgebot geschafft.
Pia Grünewald startete im 4000-Meter-Einzel-Rennen und in der Mannschaftsverfolgung. In der Einerverfolgung erreichte die 20-Jährige mit einer tollen kämpferischen Leistung in 4:42 Minuten eine ansprechende Zeit, die zu Platz 7 reichte, freute sich Trainer Klaus Fischer.
In der Mannschaftsverfolgung liebäugelte das deutsche Team mit einer Medaille. Mit einer soliden Leistung überzeugte das Quartett in der Qualifikation und schaffte den Einzug in die Endrunde. Hier konnten sich die Deutschen mit einer ordentlichen Zeit (4:19 min) gegen Italien für das Finale qualifizieren, berichtet Klaus Fischer. Dort wartete das favorisierte Team aus Großbritannien – ein äußerst schwerer Gegner. Die Deutschen konnten den Britinnen lange Paroli bieten, mussten aber am Ende deren Überlegenheit anerkennen. Dennoch freuten sich die deutschen Starterinnen mit Pia Grünewald riesig über die erkämpfte Silbermedaille, so der Trainer.
Der letztjährige Junioren-Europameister im Sprint und Vizemeister im Teamsprint Colin Rudolph erhielt vom Bundestrainer eine Einsatzchance im Teamsprint. Auch hier hoffte man im Geheimen auf eine Medaille. Doch es lief nicht alles nach Plan. So rutschte der Venusberger als Anfahrer des Teams in der Qualifikation kurzzeitig aus den Pedalen, womit die erhoffte Zeit nicht erreicht wurde. In der Zwischenrunde lag das deutsche Trio gegen Italien lange in Front. Doch der dritte deutsche Starter verlor in der letzten halben Runde die Führung an die Italiener, sodass die Deutschen am Ende mit Rang 5 vorliebnehmen mussten. (fp/kfis)