Von Freitag bis Sonntag fand mit der 50. Austragung der Oberösterreich-Rundfahrt eines der größten Radrennen für den Radsportnachwuchs in Europa statt. Auf das riesige internationale Teilnehmerfeld (162 Fahrer aus 10 Nationen und 27 Teams) wartete auf den 3 überaus bergreichen Etappen (insgesamt mussten auf den 312 km 4250 Hm gemeistert werden) eine riesige Herausforderung. Im Starterfeld befand sich mit Zeno Winter (startete für die deutsche Nationalmannschaft) auch ein überaus erfolgreicher Sportler aus dem ehemaligen Marcus-Burghardt-Junior-Team. Die von Venusberg betreuten Beyerzwillinge Oscar und Alwin, standen im Aufgebot des Schwalbe -Teams Sachsen und bestritten in ihrer noch jungen Radsportkariere ihren ersten internationalen Einsatz. Dennoch konnten sie mit achtbaren Ergebnissen aufwarten.
Während Oscar auf der ersten Etappe (109 km) schon Schrecksekunden zu überstehen hatte (Kette runtergefallen, aber mit großem Kampf Anschluss wieder hergestellt) legte Zeno Winter den Grundstein für sein gutes Gesamtergebnis. Er beendete mit Rang 7 in einer 14 Fahrer starken Spitzengruppe diese Etappe. Alwin (45.) und Oscar (77.) erreichten mit 1:07 min Rückstand mit dem großen Feld das Ziel.
Auf der 2. super schweren Etappe (95 km und 1800 Hm) war Alwin vom Pech betroffen und in einen Sturz verwickelt. Mit Rahmenbruch musste er auf den Materialwagen warten und büßte wertvolle Zeit ein. Im Tagesergebnis reichte es für Zeno in der Verfolgergruppe zu Rang 24, sowie Oscar Beyer zu Rang 47. Alwin Beyer konnte auf Grund des Sturzes den Zeitrückstand nicht wett machen und überquerte mit 2:20 min Rückstand auf Position 74 die Ziellinie.
Die Schlussetappe (109 km) hielt mit Regen, schmalen Straßen, zahlreichen knackigen Anstiegen und Abfahrten nochmals alles bereit, was der Radsport zu bieten hat. Auf Grund der erheblichen Schwierigkeiten zerfiel das Feld in mehrere Gruppen.
Nach großem Kampf erreichte Zeno Winter in der Verfolgergruppe als 25. das Ziel. Oscar überzeugte in der 2. Verfolgergruppe mit Rang 50 und Alwin passierte mit der Ersatzmaschine auf Position 68 die Ziellinie.
Im Gesamtklassement reichte es für Nationalfahrer Zeno Winter als bester Deutscher zu einem tollen 8. Platz. Oscar Beyer schlug sich bei seiner ersten internationalen Bewährungsprobe mit Rang 46 (bester Sachse und 19. in der Nachwuchswertung) überaus achtbar. Auf Grund des Sturzes und der damit verbundenen Zeiteinbuße ist der erreichte 64. Gesamtrang (6 min. Rückstand auf den holländischen Gesamtsieger Daan Dijkman) von Alwin Beyer gleichfalls sehr hoch einzuschätzen!