In der Bundesliga dem Wind getrotzt
Radfahrer Pepe Albrecht vom RSV 54 konnte die Spitzengruppe zwar nicht halten, freute sich aber dennoch über eine Ehrung. Derweil sprintete ein alter Venusberger Bekannter auf das
Siegerpodest.
Venusberg - Starker Wind hat die Radrennfahrer beim 6. Wertungslauf der Rad-Bundesliga in Bellheim (Rheinland-Pfalz) vor große Herausforderungen gestellt, denen auch ein Venusberger Tribut zollen
musste. Neben der Bundesliga-Wertung wurde in Bellheim der Sieger des 71. Großen Silberpilspreises ermittelt. Auf das große Teilnehmerfeld wartete laut Klaus Fischer, Trainer des RSV 54
Venusberg, ein zehnmal zu meisternder 20-Kilometer-Rundkurs mit heftigem Kantenwind.
In der ersten Hälfte bestimmte zunächst eine fünfköpfige Führungsgruppe den Rennverlauf. Als diese Gruppe in der sechsten Runde vom Feld gestellt wurde, gelang es einer 20 Fahrer starken Gruppe,
sich auf der Windkante vom Feld abzusetzen und den herausgefahrenen Vorsprung von 30 Sekunden bis zum Ziel erfolgreich zu verteidigen.
Der Venusberger Pepe Albrecht (Team Rembe rad-net) wurde Opfer der Windkante sowie der teils sehr engen Straßen. Ihm gelang es nicht, das entstandene Loch zur Spitze wieder zu schließen. Im
Finale einer 35 Fahrer umfassenden Verfolgergruppe sprintete der Venusberger nach 200 gemeisterten Kilometern (4:26 Stunden) auf Platz 2 dieser Gruppe, was Tagesrang 23 bedeutete. Damit war der
Erzgebirger wieder der beste Nachwuchsfahrer.
Am gleichen Tag fand in Bellheim für die Eliteklasse der Männer ein Straßenrennen über 100 Kilometer, also zehn Runden, statt. Der überaus erfolgreiche Felix Groß (Team Rembe rad-net,
hervorgegangen aus dem Marcus-Burghardt-Junior-Team) zeigte im knapp 60 Fahrer starken Teilnehmerfeld eine sehr gute Vorstellung, berichtete Klaus Fischer. Er war von Beginn an in einer
sechsköpfigen Spitzengruppe vertreten. Diese behauptete sich bis zum Schluss an der Spitze und machte den Sieg unter sich aus. In einem packenden Finale zeigte Felix Groß seine Sprinterqualitäten
und überquerte nur knapp geschlagen auf Rang 2 die Ziellinie, so Fischer. Er musste nur Jaro Bräunig (RSV Irschenberg) den Vortritt lassen. (fp)