Am Sonntag ermittelten die Radsportler aus mehreren Bundesländern auf der Motorrad Grand Prix Strecke auf dem Sachsenring ihre Sieger bei der 85. Austragung des „Westsachsenklassikers“. Auf die Fahrer aus mehreren Altersklassen wartete wieder der extrem schwere, mehrfach zu umrundende 3,5 km Rundkurs mit 3 schwierigen Anstiegen. In einigen Altersklassen gab es auf Grund der gleichzeitig in Genthin ausgetragenen Deutschen Titelkämpfen im Mannschafts- bzw. Einzelzeitfahren daher überschaubare Starterfelder. Dennoch gab es bei herrlichem Rennwetter (Sonne, Temperaturen um die 22 ° C, leichter Wind) ausgezeichneten Radsport zu sehen.
Im Juniorenrennen (15 Runden = 52,5 km) bildete sich in der 2. Rennhälfte eine 4-köpfige Spitzengruppe mit dem Freiberger Elias Morgenstern (Trainingsteam Venusberg). Diese Gruppe schrumpfte bis zum Ziel auf 3 Fahrer. Dieses Trio sprintete am Ende um den Tagessieg. Hier konnte sich der Ex-Venusberger Bruno Schieck (RSV Chemnitz) vor Elias Morgenstern und Tyler Nehring (DHfK Leipzig) durchsetzen.
Im stark besetzten Seniorenrennen (gleichfalls über 15 Runden) beherrschte das Bauauf-LAWI Team eindeutig die Szenerie. Am Ende sicherte sich das Team durch Frank Kobel und Oliver Romann einen überlegenen Doppelerfolg. Der Venusberger Markus Werner (gleichfalls Bauauf LAWI) konnte sich nach großem Kampf Rang 4 sichern.
Im Hauptrennen der Männer-Elite hatten die über 40 Teilnehmer 20 Runden (70 km) zu meistern. Vom Start weg gab es in einem überaus schnellen Rennen ständig Attacken. So bildete sich am Ende der ersten Rennhälfte eine 8 Fahrer starke Spitzengruppe, die ihren Vorsprung zwischenzeitlich bis auf 2 min. ausbauen konnte. In der Endphase gelang es 2 Fahrern, sich noch aus der Spitze abzusetzen. Im Finale setzte sich Luca Martin (Stevens Racing Team Berlin) gegen den überraschend stark auftrumpfendem Limbach-Oberfrohnaer Paul Rauschenbach (Team schnelleStelle) durch und gewann damit die 85. Auflage des Sachsenringradrennens.
Der Venusberger Pepe Albrecht (Team Rembe rad-net) bekam an diesem Tag erneut den harten Stand eines Einzelkämpfers zu spüren. So war er zwar in der Anfangsphase bei einigen Attacken mit vertreten, verpasste aber dann die rennentscheidende Gruppe. Trotz großer Bemühungen gelang es jedoch dem Feld nicht, den Anschluss zur Spitze wieder herzustellen. Im Finale reichte es dann am Ende für den Venusberger „nur“ zu Tagesrang 16 (Platz 3 aus dem verbliebenen Feld).