Venusberger hoffen auf Weltcup-Punkte
Mit einem kleinen Team ist der RSV 54 am Sonntag im tschechischen Pilsen vertreten. Beim dortigen UCI-Rennen wollen die Radsportler an ihre jüngsten Erfolge anknüpfen.
Venusberg - Cross-Experten zahlreicher Länder starten am Sonntag im tschechischen Pilsen, um Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Bei diesem UCI-Rennen der Kategorie 2 wollen es auch vier
Radsportler vom RSV 54 Venusberg wissen. Vor allem einer tritt dabei mit großen Ambitionen an, denn Albin Beyer konnte zuletzt in der Cyclo-Cross-Bundesliga für Furore sorgen.
Im saarländischen Perl wurden gleich zwei Rennen der nationalen Serie ausgetragen, wobei extreme Witterungsbedingungen allen zu schaffen machten. „Der Regen sorgte für schlammigen Untergrund,
Wasserlachen sowie rutschige Anstiege und Abfahrten“, berichtet RSV-Trainer Klaus Fischer. Trotzdem übernahm Alwin Beyer in beiden Rennen sofort die Spitze und gewann jeweils souverän bei den
Junioren. Am zweiten Tag machte sein Zwillingsbruder Oscar, der zunächst angeschlagen pausiert hatte, als Zweiter den Venusberger Doppelerfolg perfekt. Auch Vater Matthias Mende glänzte im ersten
Rennen mit Platz 8. „Tags darauf hat er sich dann als Betreuer voll in den Dienst seiner beiden Söhne gestellt“, so Fischer über den Oldie, der nun auch in Pilsen mit von der Partie ist.
Grund zum Jubeln gab es für den Verein auch beim Münsterland-Giro. Als Fahrer des rad-net-Aufgebots sorgte Pepe Albrecht beim 190 Kilometer langen Herbstklassiker mit einer 40 Kilometer langen
Aufholjagd für Schlagzeilen. Als das Feld wieder vereint war, folgte ein weiterer großer Moment für den Venusberger. So entschied der letztjährige deutsche Junioren-Meister eine Sprint-Wertung um
Millimeter für sich, was selbst Fernsehkommentator Karsten Migels zum Staunen brachte. Bruder Toni Albrecht startete derweil in Raschau erfolgreich in die Gunsha-Cross-Challenge. Den ersten von
acht Wertungsläufen beendete der RSV-Fahrer auf Platz 2.
Für den Gehringswalder war das der zweite Podestplatz binnen weniger Tage, denn beim Adelsberger Bike-Marathon fuhr er mit seinem Vater Ron Albrecht zu Bronze. Auf dem anspruchsvollem
20-Kilometer-Rundkurs, der 460 Teilnehmern alles abverlangte, schaffte es noch ein RSV-Fahrer in der Teamwertung aufs Podest. Elias Morgenstern, der den Staffelstab an seinen Partner Bruno
Geißler (Sportgymnasium Erfurt) übergab, durfte sich am Ende über Rang 2 freuen. (kfis)