Venusberger Radsportler mit starker Vorstellung beim UCI – Crossrennen in Chemnitz

Am Sonntag war das Chemnitzer Sportforum Austragungsstätte einer internationalen Cyclo-Crossveranstaltung. Bei der, vom RSV Chemnitz bestens organisierten Veranstaltung, hatten sich neben der deutschen Spitze Fahrer aus Polen, Tschechien, Belgien und der Schweiz eingefunden, um wertvolle Weltcup-Punkte (Platz 1 – 10) zu kämpfen.

 

Die Venusberger hatten das Wochenendprogramm kurzfristig geändert und verzichteten auf den am Sonnabend stattfindenden Crosswettkampf in Granschütz zu Gunsten eines Trainings auf der Chemnitzer Rennstrecke, um optimale Fahrlinien zu finden, sowie eventuelle Schwerpunkte und Gefahren zu begutachten. 

Durch Regenfälle in der Nacht, gab es aber am Wettkampftag auf der 3,2 km Schleife des Sportforums völlig veränderte und zugleich schwierigere Streckenbedingungen. So wurden einigen glitschige, rutschige Fahrpassagen zu Streckenabschnitten, die per Fuß bewältigt werden mussten und zusätzliche Kraftaufwendungen erforderden.

 

Die 4 Venusberger RSV-Akteure gingen aber optimistisch und gut vorbereitet in den Wettkampf und konnten mit großer Einsatzbereitschaft die erschwerten Bedingungen meistern und die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen.

 

Im Wettbewerb der Junioren U 19 mischten die Gäste aus Tschechien und Polen im Feld der knapp 30 Teilnehmer ordentlich mit und machten es den deutschen Fahrern sehr schwer.

 

Mit einem guten Start gelang es den 3 Venusbergern, rasch Positionen gut zu machen. So waren Jan Prell und Alwin Beyer in einer anfangs 10 Fahrer umfassenden Spitze vertreten. Der 3. RSV-Akteur Oscar Beyer kam an der rutschigen Schrägauffahrt zu Fall und stürzte wenig später erneut auf der folgenden kurzen Steilabfahrt. Damit hatte er zur Spitze erheblich an Boden eingebüßt. Dennoch kämpfte er tapfer weiter und konnte sich bis Rennende noch auf Rang 18 vorarbeiten. Bruder Alwin hatte im Verlaufe der 5 Runden auch einige Schreckmomente zu überstehen. Durch eine ungünstige Fahrlinie handelte er sich einen Hinterraddefekt ein und musste seine Rennmaschine, verbunden mit Zeiteinbuße, wechseln. 2 Runden vor Ende hatte Alwin beim Überspringen der Hinternispassage einen nicht ungefährlichen, spektakulär aussehenden Sturz (Abflug über den Lenker) zu verkraften. Mit großem Kampf kämpfte er sich wieder ins Rennen und wurde am Ende mit einem starken 10. Rang (1 Weltcuppunkt) belohnt.

 

RSV-Fahrer Jan Prell kämpfte nach einem Führungsduo mit dem späteren Sieger Mizuro (Polen) in einer 4-er Gruppe und lag lange Zeit auf Podiumskurs. Im Finale zerfiel das Quartett noch in 2 Zweiergruppen. Kleine technische und taktische Reserven verhinderten dann jedoch für den RSV-Fahrer den Sprung aufs Podium. Dennoch überraschte der „Neuvenusberger“ am Ende mit einem super 6. Rang (4. Deutscher) und UCI-Punkten!

 

Eine riesige Herausforderung wartete im Männerrennen über 1 Std. (8 Runden) auf den Venusberger Akteur Toni Albrecht. Mit einem guten Start kämpfte er sich im über 30 Fahrer umfassendem Teilnehmerfeld (mit einer starken Tschechischen Streitmacht) in der 1. Runde bis auf Position 14 nach vorn. Die Spitzenfahrer um den späteren Sieger Hannes Degenkolb zogen aber mit zunehmender Renndauer das Tempo immer weiter an. Der Venusberger kam kräftemäßig an seine Grenze und büßte etwas an Boden ein.

 

Beim Überqueren der Hinternispassage kam Toni 2 Runden vor Schluss zu Fall und musste seine Rennmaschine wechseln. Dies bedeutete erneut Zeiteinbuße auf die Spitze. Der Venusberger kämpfte sich aber als Solist mit einer kontinuierlichen Fahrweise weiter über die noch zu bewältigende Renndistanz und überquerte auf einem dennoch akzeptablen 16. Rang die Ziellinie.