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Venusberger übernimmt Führung in der Bundesliga

 

Freud und Leid liegen beim RSV 54 eng beieinander. Während sich ein Radsportler über Platz 1 in der nationalen Rennserie freut, wurde ein anderer durch einen folgenschweren Sturz ausgebremst.

 

Venusberg - Mit zwei starken Auftritten hat Radsportler Alwin Beyer vom RSV 54 Venusberg die Führung in der Cyclo-Cross-Bundesliga übernommen. Auch sein Zwillingsbruder Oscar war bei den beiden Rennen in Baden-Württemberg schnell unterwegs. Doch den Venusbergern ist nicht nur nach Jubeln zumute, denn ein anderer RSV-Fahrer wurde durch einen schweren Sturz ausgebremst.

 

Beim 5. Wertungslauf der Gunsha-Cross-Challenge in Erfurt lag Toni Albrecht in der Männer-Konkurrenz in aussichtsreicher Position. Bei bester Stimmung – bengalische Feuer sorgten entlang einiger Streckenabschnitte für große Rauchschwaden – kämpfte sich der RSV-Starter schnell bis auf Rang 2 vor. 

„In Runde 3 kam es nach einer rechtwinkligen Kurve bei einer Auffahrt zu einem tragischen Sturz“, berichtet Trainer Klaus Fischer, der als Ursache die verschlammten, rutschigen Reifen nennt. Im Krankenhaus wurden glücklicherweise keine Frakturen festgestellt, sodass der Erzgebirger mit starken Prellungen die Heimreise antreten konnte.

 

Mit Elias Morgenstern war noch ein weiterer Venusberger in Erfurt dabei, der bei seinem Saisondebüt ebenfalls mit Stürzen zu kämpfen hatte und das Rennen auf Platz 13 beendete. Besser schlug er sich tags darauf in Größlöbichau bei Jena, wo das Rennen zu einer Schlammschlacht wurde. „Viele Passagen mussten zu Fuß zurückgelegt werden, da sich kein Rad mehr drehte“, so Fischer. Obwohl Morgenstern kein Wechselrad zur Verfügung hatte und Pausen für das Säubern per Hochdruckreiniger einlegen musste, schaffte er es als bester U23-Fahrer auf Platz 4 der Männer.

 

Noch größer war freilich der Jubel in Vaihingen bei Stuttgart, wo Alwin Beyer die Führung in der Bundesliga übernahm. Beim 10. Rennen der Serie reichte ihm Rang 6, um in der Gesamtwertung an die Spitze zu klettern. Zwillingsbruder Oscar Beyer wurde Vierter und schaffte tags darauf in Magstadt als Dritter sogar den Sprung aufs Treppchen. Auf der schlammigen Piste, die RSV-Kollege Jan Prell durch einen Schaltungsdefekt das vorzeitige Aus bescherte, schnupperte auch Alwin Beyer an den Medaillenrängen. Ihm reichte letztlich Rang 4, um die Führung in der Serie zu verteidigen. Vater Matthias Mende wurde in der Masters-Klasse 2 ebenfalls Vierter. (kfis)