Großem Sturzpech folgt ein großer Auftritt
Vor zwei Wochen hatte Toni Albrecht bei einem Rennen die Kontrolle über sein Rad verloren. Von diesem Crash zeigte sich der Cross-Spezialist des RSV 54 Venusberg nun gut erholt.
Venusberg - Der Wintereinbruch hat die Radsportler beim 7. und damit vorletzten Lauf der Gun-sha-Cross-Challenge im thüringischen Frankenhain vor eine große Herausforderung gestellt. „Durch den
Schnee hatte der zwei Kilometer lange Rundkurs am dortigen Biathlonzentrum völlig neue Bedingungen zu bieten“, berichtet Trainer Klaus Fischer vom RSV 54 Venusberg, der sich trotzdem über zwei
Podestplätze freuen durfte.
Gespannt war der Coach vor allem darauf, wie gut der vor zwei Wochen in Erfurt heftig gestürzte Toni Albrecht die Belastungen verkraften würde, die es in sich hatten. „Auf dem gefrorenen
Untergrund mussten die kurzen Steilanstiege teils zu Fuß erklommen werden. Auch die Abfahrten, Wurzeln und Technikpassagen verlangten den Fahrern großes technisches Können ab“, so Fischer.
Dennoch war sein Schützling nach einem guten Start auf dem achtmal zu meisternden Rundkurs von Anfang an vorn dabei.
In der ersten Rennhälfte lieferte sich Albrecht mit dem Seriensieger Florian Anderle ein Duell um die Spitze, ehe der Venusberger seinen Kontrahenten ziehen lassen musste. Zwei Runden vor Schluss
wurde Albrecht von einem Thüringer eingeholt. „Toni verhielt sich aber taktisch clever und konnte seinen Gegner in der letzten Runde wieder abschütteln“, berichtet Fischer. Mit 15 Sekunden
Vorsprung überquerte Albrecht als bester U23-Fahrer auf Position 2 die Ziellinie. Auf Rang 3 der U 23 landete trotz eines technischen Defekts Vereinskollege Elias Morgenstern. „Damit hat sich die
lange Anreise mehr als gelohnt“, bilanziert der RSV-Trainer sichtlich zufrieden. (kfis)