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Start verpennt und trotzdem gewonnen

 

Zum Abschluss der Gunsha-Cross-Challenge haben drei Akteure des RSV Venusberg wieder ihr Können gezeigt. Auch wenn manch einer ein bisschen auf Kriegsfuß mit der Uhr stand.

 

Venusberg - Auch für die Radsportler des RSV 54 Venusberg neigt sich die Saison dem Ende entgegen. Beim finalen Lauf der Gunsha-Cross-Challenge in Wittenberg sowie einem internationalen Wettbewerb in Tschechien sorgten sie noch einmal für einige Ausrufezeichen. Mit Jan Prell, Toni Albrecht und Justus Töpper nahmen drei RSV-Akteure den anspruchsvollen 2,5-km-Rundkurs am Volkspark Piesteritz in Angriff.

 

Für viele Fragezeichen sorgte zum Auftakt in Sachsen-Anhalt aber erst einmal Prell, denn der Junior-Starter stand zum Entsetzen seines Trainers zur Startzeit nicht an der Startlinie. „Mit über einer Minute Verspätung nahm er die Verfolgung zum Feld auf“, schilderte Trainer Klaus Fischer, der sah, wie Prell schnell Boden auf die Konkurrenz gutmachte. In der 4. Runde schloss er zur Spitze auf und fuhr auch dort sein hartes Tempo weiter. „Am Ende überquerte er mit einer knappen halben Minute Vorsprung als Sieger die Ziellinie“, freute sich Fischer, der seinem Schützling den Fauxpas zu Beginn verzieh. „Damit hat er es ja wieder ausgebügelt.“

 

Im Männerrennen konnte Toni Albrecht indes seinen 2. Gesamtrang erfolgreich verteidigen. Wie schon in der gesamten Serie setzte sich das bestimmende Trio um Florian Anderle (Team Rockets), Tobias Schreiber (Racing Team CX) und Toni Albrecht früh von der Konkurrenz ab, in Runde vier (von neun) musste auch Schreiber passen und das Führungsduo ziehen lassen. Am Ende setzte sich jedoch der Gesamtführende Anderle durch, für Albrecht sprang Tagesrang 2 und der Sieg in der U23-Wertung heraus. Der bislang in Crossrennen völlig unerfahrene Triathlet Justus Tröpper überraschte seinen Trainer mit einem respektablen 7. Platz.

 

Bereits einen Tag zuvor war Jan Prell bereits beim C 2 Cross in Tschechien am Start, um sich gegen 40 andere Fahrer aus Tschechien und Belgien zu behaupten. Beim im Rahmen des HSF System Cup ausgetragenen Rennen in Kolín musste sich der Erzgebirger zu Beginn vor allem mit der glitschigen Tartanbahn herumschlagen, die einige Stürze verursachte. „Er nahm die Anfangsphase verhalten in Angriff, konnte aber so dem Massencrash entgehen“, schilderte sein Coach. Anschließend fuhr Prell in die Spitzengruppe und landete mit einer Sekunde Rückstand auf Rang 3. (frgu/kfis)