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Erzgebirger wollen es in der Bundesliga wissen

Auch ohne das Rattern von Motoren sind auf der Grand-Prix-Strecke des Sachsenrings am Samstag spannende Rennen zu erwarten. In die Pedalen treten dabei auch Sportler des RSV 54 Venusberg.

Von Andreas Bauer


Venusberg - Ostern ist für die Venusberger Radsportler kein Grund, die Beine hochzulegen. Ein großes Programm liegt vor allem vor Pepe Albrecht, der mit dem Team Rembe rad-net in Italien drei Straßenrennen binnen drei Tagen absolvieren wird. Sein Bruder Toni ist derweil am Samstag beim Bundesligarennen auf der Grand-Prix-Strecke des Sachsenrings am Start. Ab 10 Uhr sind dabei 36 Runden zu meistern, was eine Länge von 126 Kilometern ergibt. Auf denen wollen auch der Ex-Venusberger Felix Groß, der nun für das Team Standert startet, sowie Elias Morgenstern vom RSV 54 möglichst viele Punkte sammeln.

Anlass zum Optimismus lieferte der Saisonauftakt vor knapp einer Woche. Beim Kriterium „Rund in der Alten Messe“, das bei drei Grad Celsius und teils eisigem Wind über die Bühne ging, konnten sich die lokalen Vertreter gegen die Konkurrenz aus mehreren Bundesländern behaupten. Im Lauf der 50 Runden gaben das 15-köpfige Team „Schnelle Stelle“ und das Team Standert aus Brandenburg mit zehn Fahrern den Ton an. „So bildete sich bereits in der sechsten Runde eine Spitzengruppe mit sechs Fahrern“, berichtet Venusbergs Trainer Klaus Fischer. Neben Vertretern der erwähnten Teams war auch sein Schützling Pepe Albrecht dabei.

Mit Felix Groß drückte ein ehemaliger Starter des RSV 54 dem Rennen ab der 30. Runde dann seinen Stempel auf und zog davon. Mit 52 Wertungszählern wurde er überlegener Sieger. „Weil die Team-Fahrer die Spitzengruppe kontrollierten, hatte es Pepe als Einzelkämpfer im Kampf um Punkte sehr schwer“, so Fischer. Dennoch freute sich der Coach am Ende über einen ordentlichen 4. Platz von Albrecht. Elias Morgenstern war dagegen der gerade vollzogene Altersklassenwechsel von den Junioren in die Männerklasse anzumerken. „Dennoch gelang es ihm, sich bis zur Hälfte im großen Feld zu behaupten“, berichtet Klaus Fischer. In der zweiten Rennhälfte konnte er das hohe Renntempo (46 Stundenkilometer) nicht mehr mitgehen, sodass am Ende Rang 28 zu Buche stand. In der Masterklasse 3 überzeugte RSV-Fahrer Markus Werner (Team Bauauf LAWI) unter 40 Teilnehmern als starker Zehntplatzierter. (anr/kfis)